Die Bambus-Blättchen, die das Saxophon erst zum Holzblasinstrument machen, sollten vor dem Spielen und besonders vor der ersten Nutzung ausführlich eingeweicht werden, damit sie schön flexibel sind und leicht schwingen.

Dazu legt man das Blättchen einfach für 10 bis 15 Minuten in ein Glas mit Leitungswasser.

Jetzt habe ich es!

Ich habe es mir die ganze Zeit aber wirklich schwer gemacht!
Kürzlich schrieb ich doch über Bernds Empfehlungen zum Saxophon-Üben und habe das heute gleich mal ausprobiert.

Es ist wirklich um ein vielfaches einfacher, wenn man sich die Noten erstmal so zur Hand nimmt und sie lediglich versucht zu lesen.
Als ich sie dann ein paar mal gelesen hatte, habe ich mir die Griffe dazu in Erinnerung gerufen oder nachgesehen, wie die Noten gegriffen werden.
Dann das Saxophon in die Hand, und einfach mal greifen; aber noch nicht spielen!

Das Stück also ein paar mal trocken, mit Lesen und Greifen durchgehen.
Und dann, erst als das gut klappte, habe ich mit dem Spielen angefangen. Das ist ja so viel einfacher!

Ich bin viel besser voran gekommen und das Stück lies sich schneller, flüssig spielen.
Sonst stockte ich ständig, weil ich ja erstmal die Note lesen musste, dann überlegen wie man sie greift – naja und dann natürlich das Spielen nicht vergessen.

Mit der neuen Methode habe ich meine Lern-Effizienz erheblich steigern können, sehr schön!

Die Sessionbox – na ihr wisst schon, diese Pappschachtel in der ich immer üben gehe, damit man mein gequietsche nicht hört, hat nun ein Forum in dem sich Musiker austauschen können.

Und nicht nur das, es gibt Platz für vorerst folgende Features:

  • Musiker sucht Musiker
  • Musiker sucht Lehrer
  • Lehrer sucht Musiker
  • Konzerte in der Sessionbox
  • MeckerBox
  • Neues in der Sessionbox

Aber das Beste habe ich ja noch gar nicht verraten: ich hab’s umgesetzt :-)

Das ist natürlich besonders erfreulich.
Wenn ihr also Feedback zum kleinen Forum habt, hinterlasst es mir gerne hier in den Kommentaren, oder sonst direkt im Forum – dort lese ich auch mit!

Mein neues Saxophon!

30. September 2007

Ich habe es getan!
Gestern war der große Tag, an dem ich mir mein erstes eigenes Saxophon ausgesucht habe!

Die Auswahl fiel mir erstaunlich einfach.
Ich habe mein Mietinstrument dabei gehabt.
Das habe ich dann quasi als Referenzmodell zum Testen benutzt.
Preislich habe ich mich im Bereich zwischen € 1.000,- und € 2.000,- rumgetrieben.
Anfangs wollte ich ja noch ein Instrument im Bereich + € 6.000,- anspielen, aber das habe ich zum Glück nicht mehr gemacht.
Wenn man verschiedene Instrumente anspielt, merkt man erstaunlich schnell, welches das Richtige ist.

Meine Testinstrumente waren:

  • Jupiter 587-585 (mein Mietinstrument)
  • Jupiter 789
  • Jupiter 989
  • Yamaha 475
  • Yanagisawa 901

Jupiter 789

Das Jupiter 789 klingt meinem Mietinstrument sehr ähnlich.
Schön brav mit gewissem Tiefgang.
Es spricht gut an, ich hatte keine Probleme meine paar Stücke drauf zu spielen.
Die Höhen sind da, wie gewohnt genauso wie die Tiefen.
Die Klappentasten sind mehr abgerundet, weswegen ich mich ein paar mal vergriffen habe – aber das ist ja reine Gewöhnungssache.

Jupiter 989

Es spielt sich kräftiger als das 789, hat mehr Volumen und im Vergleich zu meinem Mietinstrument ist es sogar viel kräftiger.
Die Höhen sind ganz dezent nicht so scharf, wie beim 789, die Tiefen aber schön tief und rund, wie geschmolzene Schokolade.
Es röhrt nicht, sondern hat einen klaren Klang, der aber nicht ganz sauber ist.
Das Yamaha ist da wesentlich brillianter, aber ich mag den leicht rauchigen Sound.
Ganz leicht natürlich, wenn man den Vergleich nicht hat oder kein Saxophonspieler ist, glaube ich, merkt niemand den Unterschied.
Die Ansprache ist ein wenig schwieriger als bei meinem Mietinstrument, aber es ist ja nicht schlecht einen guten Ansatz zu trainieren.

Yamaha 475

Jetzt weiß ich, was Bernd mit “hell” meint.
Es ist keine halbe Note höher, sondern der Klang ist einfach nur eine Nuance heller, freundlicher, offener.
Würde ich klassisches Saxophon spielen, würde ich wohl zu diesem Yamaha greifen.
Aber für Jazz ist es mir zu rein.
Es spricht sehr gut an, besser als die drei Jupiter-Saxophone.
Ich hatte beim Testen nie Probleme bei der Intonation.
Sogar nicht beim Sprung vom D auf’s tiefe E.
Da habe ich sonst noch meine Probleme mit.
Aber der Klang ist mir doch zu leichtfüßig beschwingt.
Ich mag es da etwas kräftiger, derber, sozusagen.
Bernds Saxophon ist ein altes Selmer und sein Klang ist weit entfernt vom klanglichen Begriff “klar”. Ich mag den Sound, aber für den Anfang möchte ich mich noch nicht so stark in eine Richtung festlegen. Das gilt für die eine, wie für die andere Richtung.
Also fällt das Yamaha leider raus.

Yanagisawa 901

Das Yaganisawa Yanagisawa spielt preislich an der Obergrenze meiner finanziellen Mittel, klanglich konnte es mich aber leider nicht überzeugen.
Zwar empfahl mir Bernd, wie auch der Verkäufer dieses Instrument als sehr gut, aber ich finde es irgendwie langweilig.
Der Sound ähnelt meinem Jupiter, es ist eher schwer im Klang, nicht so brilliant wie das Yamaha. Die Ansprache ist okay aber nicht so einfach wie beim Yamaha.
Es ist leicht zu spielen, in meinen Ohren jedoch klingt es sehr durchschnittlich.
Es hat nichts markantes, es ist m.E. nicht besonders kräftig, nicht besonders spitz oder prägnant. Die Töne sind weder scharf, noch besonders weich.
Es ist alles so ein gediegenes Mittelmaß.
Und für das Geld, was ich hier anlegen würde, darf es gerne individueller klingen.

Die Kaufentscheidung

Das Yamaha und das Yanagisawa konnte ich relativ schnell ausschließen.
Und da das 789er Jupiter nur eine geringfügige Soundänderung zu meinem jetztigen Instrument darstellt blieb das Knallerinstrument über: das Jupiter 989!

Ich mag den kräftigen, eindringlichen Sound mit dieser leicht rauchigen Note und den abgerundeten Tönen.
Der Klang geht schon ziemlich konform mit dem Klangbild in meinem Kopf.

Hier mal ein Foto von meinem neuen Saxophon:
Jupiter Artist-Series 900

Mit dabei war sogar eine tolle Tasche mit viel Platz für allerlei Krimskrams, den man als Musiker immer so dabei hat.
Außerdem waren gleich zwei S-Bögen dabei, ein Mundstück, Blättchen, Tragegurt und ein Mikrofasertuch zum Durchwischen.
Na und Korkfett in der praktischen Lippenstiftform natürlich!

Alles sehr hübsch verpackt!
Wenn ich mal Gelgenheit dazu habe, fotografiere ich den Koffer.

Nun werde ich mich aber erstmal daran machen, mich mit dem neuen Instrument warm zu spielen :-D

Jupiter 989 Artist Series

Wie versprochen, nun mal ein paar Fotos von meinem 989er Saxophon:
Die Plakette des Jupiter 989

Die schöne Gravur des Jupiter 989

Diese Einrichtung für Musiker von der mein Lehrer das letzte Mal sprach nennt sich SessionBox und bietet in einer Halle in Hamburg Altona verschieden große schallisolierte Räume an, in denen geübt werden kann.

Ich habe mir das mal angesehen und bin echt begeistert.
Da drin kann man Krach machen so viel man möchte, ohne dass es jemanden stört!
Außerdem bezahlt man ja auch dafür ;-)

Nun kann ich endlich in Ruhe und ohne schlechtes Gewissen üben!