Joss Stone und Jeff Beck

26. März 2009

Jaja, schon wieder keine richtigen Neuigkeiten sondern nur ein Video aus YouTube…ich weiß.

Aber bei diesem Konzertausschnitt handelt es sich um den gemeinsamen Auftritt von Joss Stone zusammen mit dem Gitarristen Jeff Beck, die gemeinsam den Song “People get ready” vortragen.

Geneigte Leser mögen sich fragen, wieso ein Saxophon-Blog über Wigald Boning schreibt.
Wigald Boning, vor allem bekannt aus der TV-Show “RTL Samstag Nacht”, ist ja der breiten Masse als Komiker, Moderator und Journalist bekannt. Selten werden auch Erinnerung an seine Combo “Die Doofen” zusammen mit Olli Dittrich wach.

Weniger bekannt ist, dass er auch passionierter Komponist ist.

Zusammen mit dem befreundeten Pianisten Roberto di Gioja komponierte er ein verschleissfreies Jazz-Album und erfüllte sich so einen Traum: seine eigene Instrumentalplatte mit Musik, die man immer wieder hören kann.
Alle Lieder wurden nur von Boning und di Gioja eingespielt, wobei Boning Gesang und alle Blasinstrumente übernahm (neben Querflöte und Oboe auch Tenor-Saxophon) und di Gioja Keyboard, Gitarre, Bass und Schlagzeug.

Gestern hat Wigald Boning dann zusammen mit einer kleinen Band bestehend aus Percussions, Schlagzeug, Keyboard, Computer (für alle Instrumente, die nicht anwesend waren) sein neues Album im Stage Club vorgestellt.

Wigald Boning in Hamburg

Die Plakate habe ich schon drei Wochen vor dem Konzert gesehen und musste mich erst mit dem Gedanken anfreunden, Wigald Boning klassischen Jazz spielen zu lassen – nach “den Doofen” viel es mir schwer mir das adäquat vorzustellen.
Ich ging aber trotzdem hin.

Und es hat sich gelohnt.
Klar, es ist Wigald Boning, und das darf man nicht unterschlagen.
Gerade weil es seine eigene Scheibe ist, spürt man seinen Einfluss schon deutlich, aber reduzierter als bei “den Doofen”.

Wigald Boning jault ins Mikrophon

Es kommt schonmal vor, dass der kleine Mann in der weiß-gelb-türkis-rosa-farbenen Skijacke lautstark zu psychedelisch-sphärischen Lounge-/Chillout-Beats ins Mikrofon jault während der Bassist (di Gioja) abgeht, als wäre er auf einem Rolling-Stones-Konzert.

Ich kann das Album allen Jazz-Liebhabern, die gern auch mal Loungemusik hören, uneingeschränkt empfehlen!
Die Lieder sind abwechslungsreich, keins gleicht dem anderen. Es gibt schnelle Songs, die den Gasfuß zum Bleifuß werden lassen (Kobra dance), langsame Songs, bei denen man tiefer in den Sessel rutscht und soo fürchterlich schnulzige Balladen (Ballade pour Alexa), bei denen man sich nach Taschentüchern sehnt, um hinein zu schnäuzen.

Saxophonspielen kann er auch!

Ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass das Album “Jet Set Jazz” von Wigald Boning zu einem meinen neuen Lieblings-CDs wird.

Heute Abend war ich im Hamburger Stadtpark im Landhaus Walter.
Das Landhaus Walter ist ein sehr beliebter Treffpunkt im Stadtpark mit, wie sollte es anders sein, Biergarten und angeschlossenem Restaurant.

Im Sommer steht man hier für eine Bratwurst Schlange und im Winter ist der integrierte Downtown Bluesclub gut besucht.

In selbigem war ich also und lauschte den Klängen von “Phonus Balonus” und “Big fat Mama”.
Big fat Mama ist die Sängerin der Soulband und tritt nach dem gut fünfminütigen Drum-Intro auf die Bühne wie eine erfahrene Diva. Begleitet wird sie von dem Drummer, einem Gitarristen, einem Bassisten und einer wahnsinnigen Saxophonspielerin!

Leider gibt die Webseite von Phonus Balonus noch nicht viel mehr her als ein “under construction”-Schild her, sodass ich keine weiteren Informationen über die Saxophonspielerin der Band bekommen konnte :-/
Ich konnte mir nur noch merken, dass sie Krüger mit Nachnamen heißt – aber die Suche danach wäre müßig!

Die schmächtige Frau mit den kurzen blonden Haaren ist wie ein Berserker über die Bühne gehüpft, lag bei den tiefen Tönen fast auf dem Boden und wuchs mit ihrem Tenorsax in die Höhe um die ganz hohen Töne noch zu kriegen.
Ihre Solos und Improvisationen waren schnell und harmonisch, aber ich kann nicht sagen welche Tonleiter oder Tonart da jetzt Anwendung fand – dazu war sie einfach zu schnell :-D

Ihr Spiel aber ist echt genial!
Die Intonation sitzt und der Sound von ihr ist leicht kratzig, dreckig und verr(a)ucht; genauso, wie es sich für ein Saxophon gehört!
Wenn mich nicht alles täuscht, hat sie zwischendurch auch mal Growling benutzt, aber da bin ich noch nicht Fachmann genug.

Soweit ich es erkennen konnte, spielte sie ein Metallmundstück und es klang nach einer relativ offenen Bahn. Ich würde sagen 6er oder größer.
Nach dem Konzert wollte ich sie eigentlich noch sprechen, besonders weil es sich um eine Hamburger Band handelt und man sie dann sicher öfter hier in Hamburg hören könnte und vielleicht, wenn ich mich ganz charmant anstelle, würde sie mir ja auch den einen oder anderen Tipp geben ;-)

Schließlich spiele ich noch die Originalausstattung meines Silberlings und habe damit eine gute Ausgangsposition um mich ihrem Sound anzunähern (ich habe mal gehört, dass versilberte Saxophone von Grund aus einen raueren Sound haben).

Na mal sehen, vielleicht werde ich ja noch fündig.
Drückt mir die Daumen!

Nachtrag:
Über Phonus Balonus habe ich derweil ein wenig in Erfahrung bringen können.
Der Kern der Band scheint aus folgenden Personen zu bestehen:

  • Big Fat Mama: Gesang
  • René Raue: Leadgitarre (seit 1992)
  • Gunnar Hoppe:Schlagzeug

Darüber hinaus ist die Fluktuation wohl mehr oder weniger groß:

Ein paar Bilder von früheren Auftritten konnte ich bei asterhicks auf MySpace finden.

Matthias Strauch

16. Oktober 2008

Matthias Strauch, der Saxophon-Tausendsassa zum Anfassen.

Matthias Strauch

Auf ihn aufmerksam bin ich geworden, als ich in meiner Sonntagszeitung einen kleinen Artikel über ein Konzert von ihm in einer Kirche gesehen habe.
Er ist unterwegs als Solokünstler, spielt zusammen mit Beate Hofmann (Cello) im Duo Reed’n Strings und noch dazu im Trio mit Krishn Kypke (Gitarre/Sprecher) und Karl-Alexander Kaiser (Orgel) als Choraphon.

Und weil er nicht nur viel Musik mit seinem Saxophon macht, sondern auch noch gute, habe ich ihn jetzt in meine Bandliste mit aufgenommen.

Wer gerne mal reinhören möchte, was er so spielt, kann sich auf seinen MySpace-Seiten ein paar Demotapes anhören:

In Hamburg findet jedes Jahr die Altonale statt, ein großes Straßenfest mit Flohmarkt, Kleinkust und Veranstaltungsbühnen in Hamburg Altona und Umgebung. Der ganze Stadtteil steht dann etwas Kopf und natürlich war ich auch da.

Im Rathaushof haben ein paar Schüler von Bernd live vor Publikum gespielt – ich war echt platt.
Die Jungs haben das echt souverän gemeistert, ganz locker in die Tasten gehauen!

Und nun weiß ich, dass man selbst zu Shakira Saxophon spielen kann ;-)

Choraphon

13. Juni 2008

Wieder einmal im Saxolog habe ich einen Musiktipp gefunden, die Gruppe nennt sich Choraphon und spielt eine Kombination aus Orgel, Gitarre und natürlich Saxophon (darum geht es mir ja derzeit hauptsächlich). Nebenbei bemerkt ist es schon erstaunlich, in welchen Stücken man auf einmal Saxophone hört, wo man sonst auch nie ein Saxophon vermutet hätte.

Aber zurück zum Thema: Choraphon, die Orgelband.
Auf ihrer MySpace-Seite geben sie einige ihrer Stücke zum Besten. Das erste Stück hat mich völlig abgeschreckt. “Ouvertuere” empfinde ich als puren Orgel-Krach in dem das Saxophon völlig untergeht, von Gitarre ist da gar nichts zu hören.

Aber das zweite Stück, “Es war einmal” ist eine wunderschöne Komposition von Gitarre (im Hintergrund), Saxophon (Melodie) und Orgel (Begleitung, Melodie). Es gibt keinen Gesang, sodass man sich völlig ungestört der Musik hingeben kann (ich mag es nicht, wenn ein mittelmäßiger Sänger phantastische Musik versaut).

Die anderen Stücke “Herbst”, “Berlin”, “Dazwischen der Traum” und “Unsichtbar” reihen sich fast monoton hinter “Es war einmal” ein – eine ganze CD könnte einschläfernd sein.

Ich werde mal schauen, ob ich von denen was bei iTunes finde :-)

edit: Bei iTunes findet sich leider nichts, aber auf http://www.myspace.com/matthiasstrauch gibt es noch mehr Hörbeispiele und auf deren Homepage kann man die CD für € 13,- bestellen…mal sehen ob ich das mache, da muss ich noch etwas probehören.

Bach

13. November 2007

Ja, es gibt mal wieder ein Video in meinem Blog, ist ja auch schon wieder eine Weile her.
Gefunden habe ich das Video beim Saxolog.

Soweit ich das sagen kann, handelt es sich dabei um das Orgelwerk BWV 578 von Bach.
Auf Tobis Notenarchiv findet sich sogar eine MIDI-Datei dazu und ich finde, dass sich das durchaus ähnlich anhört.

Ivan Renta

24. Juni 2007

Auch dieser zeitgenössische Saxophonist blieb mir bisher verborgen.
Ich finde hier sieht man sehr deutlich, wie er seinen Ansatz formt und atmet.

Beim Atmen bleibt seine Oberlippe unverändert, während er nur den Unterkiefer senkt um Luft zu holen.