Lullaby

27. Januar 2009

Seit Ende letzten Jahres sitze ich am Stück Lullaby.
Die Schwierigkeit besteht vor allem im Wechsel von Achtelnoten zu halben Noten und darin, nicht aus dem Zählen heraus zu kommen.

Im 1/4-Noten-Takt habe ich mich beim Zählen sehr sicher gefühlt, jetzt komme ich ständig raus.
Da hilft nur: üben üben üben…und ein Trick von Bernd: anstoßen!

Das Stück hat Halte- und Legatobögen, die natürlich das Zählen erschweren, weil man die Note nur hält und sie nicht bewusst anstößt.
Seit ich die Noten gestoßen spiele, merke ich wieder, ob ich noch im Takt bin und ich weiß, wann ich welche Note zu spielen habe.
Das erleichtert das üben ungemein.
Ich spiele das Stück jetzt also erstmal komplett angestoßen und die Bögen baue ich nachher rein.
Dann bin ich wenigstens im Takt :-)

Like Benny” heißt das gute Stück, an dem ich jetzt schon so lange übe und so langsam war ich es wirklich leid.
Nachdem die letzten zwei Stunden bei Bernd aufgrund seiner Dreharbeiten mit Fatih Akın ausfallen mussten, hatte ich heute dann wieder eine Stunde Unterricht, in der ich ihm mein Leid klagen konnte.

Ich komme mit den Achtelnoten ja einfach nicht zurecht….irgendwie klappt das mit dem Zählen auf halben Schlägen noch nicht so gut und dann kommt ja noch das Lesen/Greifen/Spielen hinzu.

Aber Bernd hat mir den Tipp gegeben, die Chose einfach zu klatschen während ich mit dem Fuß ganz normal den 4/4-Takt mitwippe.

Wenn man den Song 10 bis 20 mal geklatscht hat, ist man automatisch viel besser im Groove drin und das Spielen fällt auch wieder leichter, da man sich auf das Lesen, Greifen und Spielen konzentrieren kann.

Like Benny

4. November 2008

Achtelnoten, Achtelnoten, überall sind nur noch Achtelnoten – was für ein Stress.
Subjektiv gesprochen machen Achtelnoten das Saxophonspielen für mich etwa doppelt so schwer.
Die Umstellung zurück von Achtelnoten auf Viertelnoten ist nicht ganz einfach, da hilft nur üben, üben üben!

Und seit gestern kann ich immerhin schon die ersten drei Takte von “Like Benny” fehlerfrei in annehmbarer Geschwindigkeit spielen.
Annehmbar heißt in diesem Fall, 85 bpm statt der veranschlagten 120 bpm.
Das ist schon okay so :-)

Ich bin noch dabei, übe mich immernoch am Stück “The way of all things“. Tonleiter rauf und wieder runter, kurz Atmen, nach frischer Luft schnappen, und die Leiter wieder hoch und runter und hoch und runter *ächz*.

Indes ermutigt mich Bernd voranzuschreiten.

Achtelnoten soll ich mir mal ansehen.
Verstanden habe ich sie schon, ist ja nicht schwer. Wenn man eine Viertelnote durch zwei teilt, hat man zwei Achtelnoten. Eine Achtelnote für sich alleine habe ich bisher noch nicht gesehen – gibt’s aber bestimmt auch.

Wenn man Achtelnoten spielt, dann verdoppelt man quasi die Geschwindigkeit – die Komponisten machen sich das Leben damit einfacher.

Ein Takt enthält also eine ganze Note, zwei halbe Noten, vier Viertelnoten oder halt acht Achtelnoten.
Kombinationen sind auch möglich, man muss nur darauf achten, auf eine ganze Note rauszukommen.
Es wäre demnach möglich einen Takt zu schreiben, in dem man mit zwei Achtelnoten beginnt, dann eine halbe folgen lässt und zum Ende hin noch eine Viertelnote hinterherwirft. 2/8 + 1/2 + 1/4 = 1/1 :-)

Zum Beispiel nehmen wir uns mal einen Takt vor, in dem acht Achtelnoten mit der Geschwindigkeit von 70 BPM notiert sind.
Das kann man theoretisch auch als zwei Takte mit je vier Viertelnoten in der Geschwindigkeit von 140 BPM spielen – ist das Gleiche und klingt auch gleich.

Innerhalb eines regulären Musikstücks jedoch ist man natürlich flexibler, wenn man das Stück mit 120 BPM und Viertelnoten spielt und dann zwischendurch mal ein paar Takte mit Achteln hat.

Ich stehe nun jedenfalls vor dem Problem, schneller zu speilen, dann darauf läuft es ja hinaus.
Dass ich also die mit 140 BPM angegebenen Stücke nur mit 80 BPM spiele, wird mir nun zum Verhängnis.

Na mal sehen…