Out for the Count
7. Mai 2007
“Progression” ist doch spielbarer als ich dachte.
Das geht mir eigentlich ganz gut “von der Lunge” (oder wie sagt man in Saxophonspielerkreisen?) und so ist es nicht verwunderlich, dass ich schon wieder ein neues Stück lernen kann: “Out for the Count”.
“Out for the Count” ist ein Riff welches vorallem beim Jazz benutzt wird um die Stimmung anzuheizen.
Das tolle daran ist, dass man es quasi so oft hintereinander spielen kann wie man möchte. Prima zum üben!
P.S.
Ich spiele jetzt schon seit einem Monat Saxophon und was da bisher an Tönen so rauskommt finde ich schon in Ordnung.
Auftreten könnte ich damit zwar noch nicht, aber mein privates Gelärme ist schon erträglicher geworden
Progression
3. Mai 2007
Das Stück “A la mode” konnte ich auch ganz gut bewältigen, zwar noch nicht in der angegebenen Geschwindigkeit von 122 aber immerhin.
Die vorgegebene Geschwindigkeit kann ich jetzt aber bei “Blues for Beginners” halten (88).
Bernd findet das super und wir schreiten zum dritten Stück “Progression”.
Das ist noch ein Stück schneller als die anderen aber man braucht ja auch Ziele ![]()
Außerdem führt es eine neue Note ein. Das ‘g’.
So ein g klingt wie das Nebelhorn eines Elbdampfers! Ein herrlicher Ton.
Die Note g gefällt mir bisher am besten
Die dritte Stunde
24. April 2007
Die im Beitrag ‘Nachbarn terrorisieren‘ geschilderten Probleme habe ich mal Bernd vorgetragen und er hat prompt eine Lösung für mich.
Es gibt in Hamburg eine erst vor kurzem eröffnete Einrichtung für Musiker, die schallgedämmte Übungsräume zur Verfügung stellt.
Vielleicht wäre das etwas für mich.
Einen Anblaswiderstand gibt es für Saxophone nicht und das hat auch seinen Grund: es klingt mies.
Ich notiere mir den Namen und die Adresse und werde da mal anfragen was das Kostet.
Sonst machten wir nicht nur weiter mit dem ersten Stück, was ich jetzt fehlerfrei durchspielen kann sondern gehen über zum zweiten Stück “A la Mode”.
Hier gibt es jetzt eine Note mehr, die ich drücken können sollte; das ‘a’.
Das a ist tiefer als das b und das c.
Die zweite Stunde
18. April 2007
Die zweite Stunde läuft schon etwas routinierter ab.
Ich weiche das Blättchen in Wasser ein, trinke Tee und baue das Saxophon zusammen.
Dann geht es los.
Wir üben den ersten Song!
Naja, Song kann man es nicht unbedingt nennen.
Es ist ein Lied, bestehend aus schon zwei Noten.
Dem ‘b’ und dem ‘c’.
Der Titel: “Blues for Beginners” – wie passend
Reicht auch für’s erste! Ich bin völlig damit beschäftigt das Ding zu halten, Knöpfe zu drücken, Noten zu lesen, im Takt zu zählen und spielen tue ich ja auch noch irgendwie – nur Atmen nicht.
Das merke ich dann auch recht schnell und der Ton versiegt.
Es heißt üben!
Die erste Stunde
10. April 2007
So, nun stehe ich also da.
Mit meinem großen Saxophonkoffer auf dem Rücken.
Fühle mich ein wenig wie ein 12-jähriger Schüler beim Flötenunterricht.
Bernd (mein Lehrer) empfängt mich freundlich, bietet mir Tee an und wir fangen die erste Stunde ganz locker an.
Er erzählt mir viel über die Geschichte des Saxophons und zeigt mir, wie ich es zusammenbaue, pflege und reinige.
Dann üben wir ein bißchen Haltung und Atmung und ich spiele den ersten Ton.
Das ‘b’.
Ich muss mich erst daran gewöhnen so ein schweres Gerät um den Hals zu tragen und ich bin schockiert wie viele Knöpfe das Teil hat.
Gezählt habe ich sie noch nicht, aber egal wo man da hinfässt, man greift auf einen Knopf.
Ich bin unsicher, wo ich überhaupt anfassen kann, aber Bernd meint das sei egal, ich kann überall anfassen – sollte es nur nicht am S-Bogen festhalten oder Sachen verbiegen.
Hmmm…nagut, ich übe.

