Als Saxophonist hat man ja eigentlich keine großen Verbrauchsgüter. Lediglich bei den Blättchen benötigt man von Zeit zu Zeit mal ein Neues und während man als Anfänger noch recht probierfreudig ist und auch gerne monatlich das Blättchen wechselt, verlangsamt sich dieser Zyklus auch mit steigender Erfahrung.

Ich besuchte den weit über die Hamburger Stadtgrenzen bekannten PMS um die Freundlichkeit und Auswahl des Ladens zu testen, da mein Stamm-Saxophongeschäft, Holger Bastein, für einen schnellen Blättchenkauf einfach zu weit weg ist.

Die Mitarbeiter liefen barfuß durch den Laden, was mich schon etwas verwunderte und als ich nach Blättchen für Tenor-Saxophone frug, entgegnete man mir lapidar: “Welche denn?!”

Als ich um eine Auswahl bat, zeigte man lediglich auf das hinter dem Tresen befindliche Regal und antwortete: “Wir haben die hier.”.

Ich wählte die mir bekannte Marke und kaufte drei Stück, die mir einfach so blind aus der Packung gegeben wurden. Bei Bastein bin ich es gewohnt, dass mir die Blättchen mit einem fragenden “sind die in Ordnung für Dich?” zur Prüfung gereicht werden, was hier nicht der Fall war.

Ich bezahlte, verließ den Laden und bin mir sicher, dort keine Blättchen mehr zu kaufen.
Da fahre ich lieber eine Stunde länger zu Bastein, habe die bessere Auswahl und fühle mich als Kunde wertgeschätzt.

kleine Pause

27. Mai 2009

Für eine Weile wird es an dieser Stelle keine neuen Beiträge geben, da ich meine bisher erstandenen Künste gerne weiter vertiefen möchte und mich an einem späteren Zeitpunkt wieder dem Erlenen von Neuem widmen werde.

Dann gibt es hier auch wieder was Frisches zu lesen :-)

Ich übe ja gerade Achteltriolen und spiele bisher noch keinen Titel aus der Jazz- oder Populärmusik, aber als ich eben zufällig in meinem Feedreader über dieses Video stolperte, kam ich doch nicht umhin mich mal nach den Noten für Madness Klassiker “One Step Beyond” umzusehen.

Und ich bin tatsächlich fündig geworden, sogar die Noten für Tenorsaxophon, d.h. ich brauche noch nichtmal transponieren.

Download: Tenorsaxophonnoten für “Madness – One Step Beyond” (pdf)

Das nächste mal werde ich Bernd die Noten zeigen. Bin gespannt ob das für mich schon spielbar wäre :-D

Auf diesem Blog treiben sich ja auch sicher Leute rum, die noch einen Musiklehrer für Saxophon (Altsaxophon und Tenorsaxophon) oder Querflöte suchen.

Diesen Leuten kann ich meinen Saxophonlehrer Bernd Gajkowski nur wärmstens empfehlen!
Ich komme mit seinen Lernmethoden sehr gut zurecht, obwohl ich kaum musikalisches Vorwissen mitgebracht habe.
Wenn ich sage, ich hatte kaum musikalisches Vorwissen, dann möchte ich das lieber nochmal ausformulieren, denn mir sind schon so manche Saxophon-Neulinge begegnet, bei denen sich dann herausstellte, dass sie bereits Querflöte, Klarinette, Trompete und was-weiß-ich-nicht-alles spielen.

Ich konnte kein Instrument spielen und wusste noch nichtmal wie man ein Saxophon überhaupt zu halten hat.
Notenlesen konnte ich auch nicht und ich singe auch nicht.

Das einzige was mich mit Musik verbunden hat war, dass ich sie gerne höre und schon immer mal Saxophon spielen wollte.

So bin ich also völlig unvoreingenommen zu Bernd gegangen und habe die kostenlose Probestunden, die er allen neuen Schülern anbietet, dazu genutzt ihm Löcher in den Bauch zu fragen, wie so ein Saxophon funktioniert, welche verschiedenen Arten es davon gibt, wie sie sich unterscheiden und wie das mit dem Intonieren und Transponieren funktioniert.

Über den Musikhändler seines Vertrauens konnte ich mir dann erstmal ein Saxophon leihen und ausprobieren ob mir das überhaupt gefällt und Bernd hat dann sein Bestes gegeben, damit es mir auch gefällt.

Nun, was soll ich sagen, ich bin immer noch dabei und habe erstmal auch nicht vor aufzuhören.
Meinen Lernverlauf könnt ihr ja an dieser Stelle nachlesen, derzeit quäle ich mich mit Achteltriolen und er hört sich jede Woche geduldig meine Patzer an.

Mehr Informationen über ihn erhaltet ihr auf seiner Webseite www.saxandflute.de!

Sommer Sonne Sonnenschein

16. April 2009

Wir haben erst April und doch haben wir schon Gelegenheit dazu, uns die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Wir liegen danieder im weichen Gras, lassen uns bräunen und so manch einer hat sich vielleicht schon einen Sonnenbrand eingefangen.

Und ganz vielleicht, hat sich auch jemand verliebt.
Und für den/die gibt es für die gemeinsamen Stunden, wenn die Sonne untergegangen ist, die 100 schönsten, ganz butterweichen Liebeslieder als MP3-Download für nur € 5,-.

100 wunderschöne butterweiche Liebeslieder

Nachdem ich kurz reingehört hab’, musste ich einfach zuschlagen. Da sind Klassiker dabei, die mir bisher in meiner Musiksammlung fehlten
. Zum Beispiel Barry White mit “You’re The First, The Last, My Everything” – ein Klassiker der 90er oder auch “Friday I’m In Love” von the Cure.

Leider sind auch so kitschige Sachen wie “Big Big World” von Emilia dabei – aber das ist bei Compilations eben so. Das ziehen Lionel Richie, Marvin Gaye und Tears For Fears wieder gerade ;-)

Joss Stone und Jeff Beck

26. März 2009

Jaja, schon wieder keine richtigen Neuigkeiten sondern nur ein Video aus YouTube…ich weiß.

Aber bei diesem Konzertausschnitt handelt es sich um den gemeinsamen Auftritt von Joss Stone zusammen mit dem Gitarristen Jeff Beck, die gemeinsam den Song “People get ready” vortragen.

Ich häng immernoch an Alicante und kämpfe mit den Achteltriolen. Es ist wirklich nicht einfach hier keine Betonungen einzubauen. Heute habe ich ganz stumpf immer wieder und wieder und wieder die Triolen gespielt und darauf geachtet auch ja nichts zu betonen und alles ganz langweilig und monoton wegzuspielen.

Nach 20 Minuten Geblase ging’s dann auch ganz gut, aber der Hit ist’s noch nicht.
Vielleicht kommt das mit der Zeit.
Ich hoffe nur, dass sich da kein Fehler einschleicht, weil ich Bernd jetzt längere Zeit nicht sehe.
Erst habe ich keine Zeit, dann hat er Urlaub und dann habe ich wieder keine Zeit.
Aber vielleicht schieben wir noch einen Termin dazwischen.

Geneigte Leser mögen sich fragen, wieso ein Saxophon-Blog über Wigald Boning schreibt.
Wigald Boning, vor allem bekannt aus der TV-Show “RTL Samstag Nacht”, ist ja der breiten Masse als Komiker, Moderator und Journalist bekannt. Selten werden auch Erinnerung an seine Combo “Die Doofen” zusammen mit Olli Dittrich wach.

Weniger bekannt ist, dass er auch passionierter Komponist ist.

Zusammen mit dem befreundeten Pianisten Roberto di Gioja komponierte er ein verschleissfreies Jazz-Album und erfüllte sich so einen Traum: seine eigene Instrumentalplatte mit Musik, die man immer wieder hören kann.
Alle Lieder wurden nur von Boning und di Gioja eingespielt, wobei Boning Gesang und alle Blasinstrumente übernahm (neben Querflöte und Oboe auch Tenor-Saxophon) und di Gioja Keyboard, Gitarre, Bass und Schlagzeug.

Gestern hat Wigald Boning dann zusammen mit einer kleinen Band bestehend aus Percussions, Schlagzeug, Keyboard, Computer (für alle Instrumente, die nicht anwesend waren) sein neues Album im Stage Club vorgestellt.

Wigald Boning in Hamburg

Die Plakate habe ich schon drei Wochen vor dem Konzert gesehen und musste mich erst mit dem Gedanken anfreunden, Wigald Boning klassischen Jazz spielen zu lassen – nach “den Doofen” viel es mir schwer mir das adäquat vorzustellen.
Ich ging aber trotzdem hin.

Und es hat sich gelohnt.
Klar, es ist Wigald Boning, und das darf man nicht unterschlagen.
Gerade weil es seine eigene Scheibe ist, spürt man seinen Einfluss schon deutlich, aber reduzierter als bei “den Doofen”.

Wigald Boning jault ins Mikrophon

Es kommt schonmal vor, dass der kleine Mann in der weiß-gelb-türkis-rosa-farbenen Skijacke lautstark zu psychedelisch-sphärischen Lounge-/Chillout-Beats ins Mikrofon jault während der Bassist (di Gioja) abgeht, als wäre er auf einem Rolling-Stones-Konzert.

Ich kann das Album allen Jazz-Liebhabern, die gern auch mal Loungemusik hören, uneingeschränkt empfehlen!
Die Lieder sind abwechslungsreich, keins gleicht dem anderen. Es gibt schnelle Songs, die den Gasfuß zum Bleifuß werden lassen (Kobra dance), langsame Songs, bei denen man tiefer in den Sessel rutscht und soo fürchterlich schnulzige Balladen (Ballade pour Alexa), bei denen man sich nach Taschentüchern sehnt, um hinein zu schnäuzen.

Saxophonspielen kann er auch!

Ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass das Album “Jet Set Jazz” von Wigald Boning zu einem meinen neuen Lieblings-CDs wird.

Heute Abend war ich im Hamburger Stadtpark im Landhaus Walter.
Das Landhaus Walter ist ein sehr beliebter Treffpunkt im Stadtpark mit, wie sollte es anders sein, Biergarten und angeschlossenem Restaurant.

Im Sommer steht man hier für eine Bratwurst Schlange und im Winter ist der integrierte Downtown Bluesclub gut besucht.

In selbigem war ich also und lauschte den Klängen von “Phonus Balonus” und “Big fat Mama”.
Big fat Mama ist die Sängerin der Soulband und tritt nach dem gut fünfminütigen Drum-Intro auf die Bühne wie eine erfahrene Diva. Begleitet wird sie von dem Drummer, einem Gitarristen, einem Bassisten und einer wahnsinnigen Saxophonspielerin!

Leider gibt die Webseite von Phonus Balonus noch nicht viel mehr her als ein “under construction”-Schild her, sodass ich keine weiteren Informationen über die Saxophonspielerin der Band bekommen konnte :-/
Ich konnte mir nur noch merken, dass sie Krüger mit Nachnamen heißt – aber die Suche danach wäre müßig!

Die schmächtige Frau mit den kurzen blonden Haaren ist wie ein Berserker über die Bühne gehüpft, lag bei den tiefen Tönen fast auf dem Boden und wuchs mit ihrem Tenorsax in die Höhe um die ganz hohen Töne noch zu kriegen.
Ihre Solos und Improvisationen waren schnell und harmonisch, aber ich kann nicht sagen welche Tonleiter oder Tonart da jetzt Anwendung fand – dazu war sie einfach zu schnell :-D

Ihr Spiel aber ist echt genial!
Die Intonation sitzt und der Sound von ihr ist leicht kratzig, dreckig und verr(a)ucht; genauso, wie es sich für ein Saxophon gehört!
Wenn mich nicht alles täuscht, hat sie zwischendurch auch mal Growling benutzt, aber da bin ich noch nicht Fachmann genug.

Soweit ich es erkennen konnte, spielte sie ein Metallmundstück und es klang nach einer relativ offenen Bahn. Ich würde sagen 6er oder größer.
Nach dem Konzert wollte ich sie eigentlich noch sprechen, besonders weil es sich um eine Hamburger Band handelt und man sie dann sicher öfter hier in Hamburg hören könnte und vielleicht, wenn ich mich ganz charmant anstelle, würde sie mir ja auch den einen oder anderen Tipp geben ;-)

Schließlich spiele ich noch die Originalausstattung meines Silberlings und habe damit eine gute Ausgangsposition um mich ihrem Sound anzunähern (ich habe mal gehört, dass versilberte Saxophone von Grund aus einen raueren Sound haben).

Na mal sehen, vielleicht werde ich ja noch fündig.
Drückt mir die Daumen!

Nachtrag:
Über Phonus Balonus habe ich derweil ein wenig in Erfahrung bringen können.
Der Kern der Band scheint aus folgenden Personen zu bestehen:

  • Big Fat Mama: Gesang
  • René Raue: Leadgitarre (seit 1992)
  • Gunnar Hoppe:Schlagzeug

Darüber hinaus ist die Fluktuation wohl mehr oder weniger groß:

Ein paar Bilder von früheren Auftritten konnte ich bei asterhicks auf MySpace finden.

Matthias Strauch

16. Oktober 2008

Matthias Strauch, der Saxophon-Tausendsassa zum Anfassen.

Matthias Strauch

Auf ihn aufmerksam bin ich geworden, als ich in meiner Sonntagszeitung einen kleinen Artikel über ein Konzert von ihm in einer Kirche gesehen habe.
Er ist unterwegs als Solokünstler, spielt zusammen mit Beate Hofmann (Cello) im Duo Reed’n Strings und noch dazu im Trio mit Krishn Kypke (Gitarre/Sprecher) und Karl-Alexander Kaiser (Orgel) als Choraphon.

Und weil er nicht nur viel Musik mit seinem Saxophon macht, sondern auch noch gute, habe ich ihn jetzt in meine Bandliste mit aufgenommen.

Wer gerne mal reinhören möchte, was er so spielt, kann sich auf seinen MySpace-Seiten ein paar Demotapes anhören: