Geneigte Leser mögen sich fragen, wieso ein Saxophon-Blog über Wigald Boning schreibt.
Wigald Boning, vor allem bekannt aus der TV-Show “RTL Samstag Nacht”, ist ja der breiten Masse als Komiker, Moderator und Journalist bekannt. Selten werden auch Erinnerung an seine Combo “Die Doofen” zusammen mit Olli Dittrich wach.

Weniger bekannt ist, dass er auch passionierter Komponist ist.

Zusammen mit dem befreundeten Pianisten Roberto di Gioja komponierte er ein verschleissfreies Jazz-Album und erfüllte sich so einen Traum: seine eigene Instrumentalplatte mit Musik, die man immer wieder hören kann.
Alle Lieder wurden nur von Boning und di Gioja eingespielt, wobei Boning Gesang und alle Blasinstrumente übernahm (neben Querflöte und Oboe auch Tenor-Saxophon) und di Gioja Keyboard, Gitarre, Bass und Schlagzeug.

Gestern hat Wigald Boning dann zusammen mit einer kleinen Band bestehend aus Percussions, Schlagzeug, Keyboard, Computer (für alle Instrumente, die nicht anwesend waren) sein neues Album im Stage Club vorgestellt.

Wigald Boning in Hamburg

Die Plakate habe ich schon drei Wochen vor dem Konzert gesehen und musste mich erst mit dem Gedanken anfreunden, Wigald Boning klassischen Jazz spielen zu lassen – nach “den Doofen” viel es mir schwer mir das adäquat vorzustellen.
Ich ging aber trotzdem hin.

Und es hat sich gelohnt.
Klar, es ist Wigald Boning, und das darf man nicht unterschlagen.
Gerade weil es seine eigene Scheibe ist, spürt man seinen Einfluss schon deutlich, aber reduzierter als bei “den Doofen”.

Wigald Boning jault ins Mikrophon

Es kommt schonmal vor, dass der kleine Mann in der weiß-gelb-türkis-rosa-farbenen Skijacke lautstark zu psychedelisch-sphärischen Lounge-/Chillout-Beats ins Mikrofon jault während der Bassist (di Gioja) abgeht, als wäre er auf einem Rolling-Stones-Konzert.

Ich kann das Album allen Jazz-Liebhabern, die gern auch mal Loungemusik hören, uneingeschränkt empfehlen!
Die Lieder sind abwechslungsreich, keins gleicht dem anderen. Es gibt schnelle Songs, die den Gasfuß zum Bleifuß werden lassen (Kobra dance), langsame Songs, bei denen man tiefer in den Sessel rutscht und soo fürchterlich schnulzige Balladen (Ballade pour Alexa), bei denen man sich nach Taschentüchern sehnt, um hinein zu schnäuzen.

Saxophonspielen kann er auch!

Ich kann mir wirklich gut vorstellen, dass das Album “Jet Set Jazz” von Wigald Boning zu einem meinen neuen Lieblings-CDs wird.

Gut gelaunte Übungsrunde

27. Januar 2009

Ist schon witzig.
Da hatte ich letzte Woche so viel um die Ohren und so viele Probleme, die mir im Kopf umherschwirrten, und ich habe keinen anständigen Ton rausgebracht.
Heute habe ich bessere Laune, weniger Stress und der Kopf ist freier und schon gehen mir die Übungen viel leichter von der Hand.

Verspielen tue ich mich immernoch, aber es reizt mich nicht mehr so wie noch letzte Woche.
Dann eben nochmal, ganz ruhig.

Das sieht doch gut aus.
Hoffentlich ist Bernd stolz auf mich :-D

Lullaby

27. Januar 2009

Seit Ende letzten Jahres sitze ich am Stück Lullaby.
Die Schwierigkeit besteht vor allem im Wechsel von Achtelnoten zu halben Noten und darin, nicht aus dem Zählen heraus zu kommen.

Im 1/4-Noten-Takt habe ich mich beim Zählen sehr sicher gefühlt, jetzt komme ich ständig raus.
Da hilft nur: üben üben üben…und ein Trick von Bernd: anstoßen!

Das Stück hat Halte- und Legatobögen, die natürlich das Zählen erschweren, weil man die Note nur hält und sie nicht bewusst anstößt.
Seit ich die Noten gestoßen spiele, merke ich wieder, ob ich noch im Takt bin und ich weiß, wann ich welche Note zu spielen habe.
Das erleichtert das üben ungemein.
Ich spiele das Stück jetzt also erstmal komplett angestoßen und die Bögen baue ich nachher rein.
Dann bin ich wenigstens im Takt :-)

Die stille Box

19. Januar 2009

Da stehe ich wieder in der Pappschachtel.
Blättchen eingeweicht, Saxophon zusammengebaut, die Noten vor mir.

Doch irgendwie bringe ich heute nichts gescheites zustande.
Die einzelnen Töne sitzen, aber den Melodiefluss kann man vergessen.
Klingt alles wie abgehackt.

Naja, ich übe dann jetzt lieber ein paar Basics und versuche gar nichts großes zu wuppen.
Das kann ja nur schief gehen… :-(

Jingle Bells

10. Januar 2009

Tja, zu Weihnachten hat es nicht mehr gereicht, aber Mitte Januar ist ja auch noch okay: ich kann jetzt JingleBells spielen!

Obgleich das Stück recht einfach gestrickt ist, muss man doch ein Weilchen üben, bis es auch festlich klingt.
Dann werde ich in diesem Jahr zu Weihnachten mal was schönes spielen :-)