Weiter geht's mit Achtelnoten
27. Oktober 2008
Ich bin noch dabei, übe mich immernoch am Stück “The way of all things“. Tonleiter rauf und wieder runter, kurz Atmen, nach frischer Luft schnappen, und die Leiter wieder hoch und runter und hoch und runter *ächz*.
Indes ermutigt mich Bernd voranzuschreiten.
Achtelnoten soll ich mir mal ansehen.
Verstanden habe ich sie schon, ist ja nicht schwer. Wenn man eine Viertelnote durch zwei teilt, hat man zwei Achtelnoten. Eine Achtelnote für sich alleine habe ich bisher noch nicht gesehen – gibt’s aber bestimmt auch.
Wenn man Achtelnoten spielt, dann verdoppelt man quasi die Geschwindigkeit – die Komponisten machen sich das Leben damit einfacher.
Ein Takt enthält also eine ganze Note, zwei halbe Noten, vier Viertelnoten oder halt acht Achtelnoten.
Kombinationen sind auch möglich, man muss nur darauf achten, auf eine ganze Note rauszukommen.
Es wäre demnach möglich einen Takt zu schreiben, in dem man mit zwei Achtelnoten beginnt, dann eine halbe folgen lässt und zum Ende hin noch eine Viertelnote hinterherwirft. 2/8 + 1/2 + 1/4 = 1/1
Zum Beispiel nehmen wir uns mal einen Takt vor, in dem acht Achtelnoten mit der Geschwindigkeit von 70 BPM notiert sind.
Das kann man theoretisch auch als zwei Takte mit je vier Viertelnoten in der Geschwindigkeit von 140 BPM spielen – ist das Gleiche und klingt auch gleich.
Innerhalb eines regulären Musikstücks jedoch ist man natürlich flexibler, wenn man das Stück mit 120 BPM und Viertelnoten spielt und dann zwischendurch mal ein paar Takte mit Achteln hat.
Ich stehe nun jedenfalls vor dem Problem, schneller zu speilen, dann darauf läuft es ja hinaus.
Dass ich also die mit 140 BPM angegebenen Stücke nur mit 80 BPM spiele, wird mir nun zum Verhängnis.
Na mal sehen…
Matthias Strauch
16. Oktober 2008
Matthias Strauch, der Saxophon-Tausendsassa zum Anfassen.

Auf ihn aufmerksam bin ich geworden, als ich in meiner Sonntagszeitung einen kleinen Artikel über ein Konzert von ihm in einer Kirche gesehen habe.
Er ist unterwegs als Solokünstler, spielt zusammen mit Beate Hofmann (Cello) im Duo Reed’n Strings und noch dazu im Trio mit Krishn Kypke (Gitarre/Sprecher) und Karl-Alexander Kaiser (Orgel) als Choraphon.
Und weil er nicht nur viel Musik mit seinem Saxophon macht, sondern auch noch gute, habe ich ihn jetzt in meine Bandliste mit aufgenommen.
Wer gerne mal reinhören möchte, was er so spielt, kann sich auf seinen MySpace-Seiten ein paar Demotapes anhören:
The way of all things
15. Oktober 2008
Für mich bedeutet dieses Stück soviel wie, dass alle Étuden früher oder später den Weg alles Sterblichen gehen. Denn dieses Übungstück ist ein genauso harter Brocken wie Apologies to Daisy. Ich kann es nun schon etwa bis zur Hälfte in langsamer Geschwindigkeit spielen, aber noch lange nicht so gut wie Apologies to Daisy…naja, es hetzt ja keiner
Zirkularatmung
15. Oktober 2008
Die Atmung ist das Blut des Saxophonspielens!
Sobald keine Luft mehr durch das Saxophon geblasen wird, kommt auch kein Ton mehr raus.
Auch das durchschnittliche Lungenvolumen des Menschen von etwa vier bis fünf Litern Luft ist irgendwann aufgebraucht und man muss Luft holen.
Die Methode der Zirkulatatmung ermöglicht es dem Spieler während des Spiels nach Luft zu holen, ohne dass der Ton abebbt.
Bekannt ist diese Methode von den Aborigines beim Spielen des Didgeridoos und auch unter den Namen Zirkulationsatmung oder Kreisatmung bekannt.
Mit folgender Vorgehensweise kann man die Zirkularatmung üben:
- Mund mit Luft füllen (Hamsterbacken machen),
- dann gegen den Lippenwiderstand Luft aus der Lunge (mit Halt aus dem Zwerchfell) durch die Lippen ausströmen lassen,
- währenddessen durch die Nase einatmen (die Verbindung von Nase und Mund wird dabei durch die Zunge verschlossen) und
- dabei den Mundraum durch Zusammenziehen der Backen verkleinern, wodurch die Luft mit möglichst gleichbleibendem Druck entweicht.
- Nach dem Atem holen versuchen, den Druck ohne merklichen Druckverlust wieder aus dem Zwerchfell zu geben,
- dann den Mundraum wieder neu mit Luft befüllen und von vorne starten
Ich würde das übrigens ohne Wasser üben (hust, würg), geht auch einfach ohne Hilfsmittel:
Es ist wichtig darauf Acht zu geben, dass der Luftstrom nicht versiegt. So lässt sich der Ton bei fallendem Druck besser halten.
Die Backen außerdem nicht ganz “entleeren” damit zum Wechsel auf “normale Atmung” noch genügend Reserve bleibt.
Ich habe schon von vielen gehört, die diese Technik nach ein bis zwei Wochen intensiven ÜBens drauf hatten.
Ich habe mich selbst da noch nicht drangewagt – brauche ich auch noch nicht.
Neues Blättchen benutzt
15. Oktober 2008
Ich habe gerade festgestellt, dass ich mein derzeitiges Blättchen schon seit einem halben Jahr benutze und es anfängt gelegentlich zu kieksen. Daher habe ich heute mal eins der neuen Rico Royal 2.0 ausprobiert – spielt sich bisher 1A!
Meine Schule
15. Oktober 2008
Nun bin ich schon eine Weile beim Spielen und heute möchte ich ich meine Musikschule vorstellen, mit der ich das Saxophonspielen lerne.
Bernd hat mir “Die Jazzmethode für Saxophon” von John O’Neill
ausgesucht, da er damit die besten Erfahrungen gemacht hat und es seiner Meinung nach, die modernste Saxophonschule mit den besten Lernmethoden ist.
Ich habe natürlich keine Vergleichsmöglichkeiten, komme mit der Schule aber sehr gut zurecht.
Gerade als kompletter Musikneuling wird man sehr gut in das Thema Musikmachen eingeführt. Es wird das Instrument erklärt, die Besonderheiten der einzelnen Saxophone (Alt-, Tenor-, Baritonsaxophon) erklärt und auch bei den Noten fängt man ganz vorne an.
Das Buch ist zum autodidaktischen Lernen jedoch nicht geeignet.
Als mein Lehrer Bernd eine Zeit lang keinen Unterricht geben konnte, habe ich schonmal etwas nach vorne geblättert, bin aber schnell wieder zum vorbereiteten Stoff zurückgekehrt, da ich die neuen Themen nicht ansatzweise verstehen konnte.
Eingeweihten der Kunst des Musizierens mag es da vielleicht anders ergehen.
Klappentext
Wen es interessiert, hier mal der Klappentext der Musikschule:
Das Saxofon ist das Jazzinstrument schlechthin, und es gibt ein reichhaltiges, aufregendes Repertoire, das darauf wartet, von Neueinsteigern entdeckt zu werden.
“Die Jazzmethode für Saxofon” zeigt Anfängern aller Altersstufen den Weg vom ersten Ton bis hin zu “klassischen” Monk-, Parker- und Rollins-Themen. Aber auch Jazzstücke heutiger führender Jazzmusiker und Komponisten werden behandelt. Das Buch enthält eine Play-along-CD mit 69 Tracks.
Mit einer schrittweisen Einführung und speziell für diese Schule geschriebener Stücke werden die grundlegenden Elemente einer soliden Saxofon-Technik – Atemkontrolle, Tonbildung, Ansatz, Zungenstoß und Griffe – zusammen mit den rhythmischen Finessen der Jazzmusik (zum Beispiel synkopierte Rhythmen und Achtelphrasierung) erklärt. Durch das systematische Studium von Tonleitern, Arpeggien, Akkordfolgen und Tipps zur Gehörbildung wird der Schüler von Anfang an zum Improvisieren ermuntert. Zusätzliche Praxis-Tipps wie Aussuchen von Blättern, Pflege des Instruments sowie eine Bibliographie und eine Diskographie machen die “Jazzmethode für Saxofon” zu einem idealen Begleiter sowohl für Schüler, die im Selbstunterricht lernen wollen, als auch für diejenigen, die zusätzlich Unterricht bei einem Lehrer nehmen.
Die Begleit-CD, die extra für diese Schule aufgenommen wurde, liefert den musikalischen Hintergrund für alle Stücke, so daß der Saxofon-Schüler von Anfang an durch das Spielen mit einer erstklassigen Rhyhtmusgruppe (Baß, Gitarre und Schlagzeug) in den Genuß eines authentischen Jazz-Sounds kommt, und sie hilft ihm später bei den ersten Improvisationsversuchen.
Und natürlich noch ein Abbild des Inhaltsverzeichnisses, über die verlinkten Punkte habe ich hier ein klein wenig was geschrieben.
Inhalt:
- Einleitung
- Über das Saxofon
- Grundlegende Techniken
- Praktischer Teil
- Anhang: Bibliographie
- Diskographie
- Mundstück und Blatt
- Nützliches Zubehör
- Die Pflege des Instruments
- Das Transponieren
- Einige Gedanken zum Üben
- Grifftabelle
- Blues for Beginners
- A la Mode
- Progression
- Out for the Count
- Times Remembered
- P.M.
- Third Attempt
- Flat 5
- Interstellar
- Home Bass
- James
- South View
- Minor Problem
- Devil Music
- Breaking Point
- Transition
- Sylvie’s Dance
- K.O.
- The Bottom Line
- Sequence
- Fourths
- Roberto
- Blue Jean
- Bird Waltz
- A Song for Sophie
- Apologies to Daisy
- The Way of All Things
- Like Benny
- Tongue-Twister
- Lullaby
- Alicante
- Exercise in Rhythm
- The Loneliest Monk
- Round and Round Again
- Trane Refrain
- Blue Monk
- A Bossa for Betty
- Familiarity
- Sister Caroline
- Lucky Rhythm
- Summer Hummer
- Lady Pres
- Country Road
- Euphrates
- Endless Night
- Oh When the Saints Go Marching In
- I Never Knew
- Danny Boy
- Fall ’90
- Blue Samba
- Doxy
- St. Thomas
- The Right Time
- Tango Cool
- Nicole
- Peace
- Spanish Steps
- Persuasion
- It’s All Yours
- On the Street
- Greensleeves
- Five Jive
- Straight, No Chaser
- My Little Suede Shoes
- Yardbird Suite
Apologies to Daisy
15. Oktober 2008
Gar kein leichtes Stück, aber nachdem ich mich damit nun schon die vergangenen fünf Wochen mit herumschlage, konnte ich es heute das erste Mal fehlerfrei durchspielen.
Natürlich habe ich die vorgegebene Geschwindigkeite nicht erreicht, aber das ist ja zweitranging. Schließlich kommt es auf die korrekte Intonation an
Am Wochenende kommen meine Eltern zu besuch und vielleicht, wenn ich zu Hause noch ein bisschen das Lesen und Greifen übe, kann ich dann was zum Besten geben
Chef nicht da
14. Oktober 2008
Bernd hat jetzt zwei Wochen keine Zeit für Unterricht, da er im wohlverdienten Urlaub ist.
Ich werde die Zeit nutzen mal richtig Gas zu geben und beschätigte mich mit Achtelnoten – öfter mal was neues ![]()
Bin schon gespannt, wie mir das so von der Hand geht.
Alles ist gut
7. Oktober 2008
Ist das nicht schön?
Vor etwas mehr als einer Woche habe ich mein Sax zum Doc gebracht, heute habe ich es wieder abgeholt und es ist alles in Ordnung ![]()
Keine losen Schrauben, keine undichten Klappen oder sonst welche Probleme.
Da habe ich also alles richtig gemacht und es gut gepflegt, schön!

