Mein neues Saxophon!
30. September 2007
Ich habe es getan!
Gestern war der groĂe Tag, an dem ich mir mein erstes eigenes Saxophon ausgesucht habe!
Die Auswahl fiel mir erstaunlich einfach.
Ich habe mein Mietinstrument dabei gehabt.
Das habe ich dann quasi als Referenzmodell zum Testen benutzt.
Preislich habe ich mich im Bereich zwischen ⏠1.000,- und ⏠2.000,- rumgetrieben.
Anfangs wollte ich ja noch ein Instrument im Bereich + ⏠6.000,- anspielen, aber das habe ich zum GlĂŒck nicht mehr gemacht.
Wenn man verschiedene Instrumente anspielt, merkt man erstaunlich schnell, welches das Richtige ist.
Meine Testinstrumente waren:
- Jupiter 587-585 (mein Mietinstrument)
- Jupiter 789
- Jupiter 989
- Yamaha 475
- Yanagisawa 901
Jupiter 789
Das Jupiter 789 klingt meinem Mietinstrument sehr Àhnlich.
Schön brav mit gewissem Tiefgang.
Es spricht gut an, ich hatte keine Probleme meine paar StĂŒcke drauf zu spielen.
Die Höhen sind da, wie gewohnt genauso wie die Tiefen.
Die Klappentasten sind mehr abgerundet, weswegen ich mich ein paar mal vergriffen habe – aber das ist ja reine Gewöhnungssache.
Jupiter 989
Es spielt sich krÀftiger als das 789, hat mehr Volumen und im Vergleich zu meinem Mietinstrument ist es sogar viel krÀftiger.
Die Höhen sind ganz dezent nicht so scharf, wie beim 789, die Tiefen aber schön tief und rund, wie geschmolzene Schokolade.
Es röhrt nicht, sondern hat einen klaren Klang, der aber nicht ganz sauber ist.
Das Yamaha ist da wesentlich brillianter, aber ich mag den leicht rauchigen Sound.
Ganz leicht natĂŒrlich, wenn man den Vergleich nicht hat oder kein Saxophonspieler ist, glaube ich, merkt niemand den Unterschied.
Die Ansprache ist ein wenig schwieriger als bei meinem Mietinstrument, aber es ist ja nicht schlecht einen guten Ansatz zu trainieren.
Yamaha 475
Jetzt weiĂ ich, was Bernd mit “hell” meint.
Es ist keine halbe Note höher, sondern der Klang ist einfach nur eine Nuance heller, freundlicher, offener.
WĂŒrde ich klassisches Saxophon spielen, wĂŒrde ich wohl zu diesem Yamaha greifen.
Aber fĂŒr Jazz ist es mir zu rein.
Es spricht sehr gut an, besser als die drei Jupiter-Saxophone.
Ich hatte beim Testen nie Probleme bei der Intonation.
Sogar nicht beim Sprung vom D auf’s tiefe E.
Da habe ich sonst noch meine Probleme mit.
Aber der Klang ist mir doch zu leichtfĂŒĂig beschwingt.
Ich mag es da etwas krÀftiger, derber, sozusagen.
Bernds Saxophon ist ein altes Selmer und sein Klang ist weit entfernt vom klanglichen Begriff “klar”. Ich mag den Sound, aber fĂŒr den Anfang möchte ich mich noch nicht so stark in eine Richtung festlegen. Das gilt fĂŒr die eine, wie fĂŒr die andere Richtung.
Also fÀllt das Yamaha leider raus.
Yanagisawa 901
Das Yaganisawa Yanagisawa spielt preislich an der Obergrenze meiner finanziellen Mittel, klanglich konnte es mich aber leider nicht ĂŒberzeugen.
Zwar empfahl mir Bernd, wie auch der VerkÀufer dieses Instrument als sehr gut, aber ich finde es irgendwie langweilig.
Der Sound Àhnelt meinem Jupiter, es ist eher schwer im Klang, nicht so brilliant wie das Yamaha. Die Ansprache ist okay aber nicht so einfach wie beim Yamaha.
Es ist leicht zu spielen, in meinen Ohren jedoch klingt es sehr durchschnittlich.
Es hat nichts markantes, es ist m.E. nicht besonders krÀftig, nicht besonders spitz oder prÀgnant. Die Töne sind weder scharf, noch besonders weich.
Es ist alles so ein gediegenes MittelmaĂ.
Und fĂŒr das Geld, was ich hier anlegen wĂŒrde, darf es gerne individueller klingen.
Die Kaufentscheidung
Das Yamaha und das Yanagisawa konnte ich relativ schnell ausschlieĂen.
Und da das 789er Jupiter nur eine geringfĂŒgige SoundĂ€nderung zu meinem jetztigen Instrument darstellt blieb das Knallerinstrument ĂŒber: das Jupiter 989!
Ich mag den krÀftigen, eindringlichen Sound mit dieser leicht rauchigen Note und den abgerundeten Tönen.
Der Klang geht schon ziemlich konform mit dem Klangbild in meinem Kopf.
Hier mal ein Foto von meinem neuen Saxophon:

Mit dabei war sogar eine tolle Tasche mit viel Platz fĂŒr allerlei Krimskrams, den man als Musiker immer so dabei hat.
AuĂerdem waren gleich zwei S-Bögen dabei, ein MundstĂŒck, BlĂ€ttchen, Tragegurt und ein Mikrofasertuch zum Durchwischen.
Na und Korkfett in der praktischen Lippenstiftform natĂŒrlich!
Alles sehr hĂŒbsch verpackt!
Wenn ich mal Gelgenheit dazu habe, fotografiere ich den Koffer.
Nun werde ich mich aber erstmal daran machen, mich mit dem neuen Instrument warm zu spielen
Jupiter 989 Artist Series
Wie versprochen, nun mal ein paar Fotos von meinem 989er Saxophon:




7. November 2007 um 16:32
[...] mag sein, denn das war ja auch das, was mich beim Artist-Jupiter so begeistert hat. Das ich manche Töne so schwer treffe, liegt am schweren [...]
8. Juli 2008 um 11:53
[...] meinem Saxophon war ein Vandoren-Blättchen mit der Stärke 2,5 dabei. Sonst hatte ich nur noch 2er- oder [...]
13. August 2008 um 14:15
[...] ist es bald soweit. In etwa einem Monat habe ich mein neues Saxophon schon ein Jahr. Ein Jahr lang jede Woche geübt, ein Jahr lang habe ich es mit mir [...]
6. Oktober 2008 um 11:12
[...] Jahr ist vergangen, seit ich mir mein eigenes Saxophon geleistet habe und die erste Jahresinspektion ist [...]
8. November 2008 um 19:34
[...] spiele ich noch die Originalausstattung meines Silberlings und habe damit eine gute Ausgangsposition um mich ihrem Sound anzunähern (ich habe mal [...]