Melodien statt Akkorde

30. August 2007

Das kennt jeder vom Gitarrespielen, wenn auch nur vom zuschauen: die Finger der linken Hand liegen verbogen auf dem Schaft während die rechte die Saiten zupft.

Was dann ertönt, nennt man Akkord.
Das gibt’s auch beim Klavierspielen – man drückt mehrere Tasten gleichzeitig.

Doch beim Saxophon?
Nein, da gibt es keine Akkorde.
Auf dem Saxophon werden “nur” Melodien gespielt.
D.h. es ertönt ganz brav ein Ton nach dem anderen.

Irgendwie sehr simpel, nicht?
Und doch bereitet es mir Probleme einzelne Töne hintereinander zu spielen :-(

Man stelle sich vor, ich sei Pianist. Was wäre ich für ein Stümper würde ich keine Akkorde spielen können?

Natürlich kann man auch mit Saxophonen Akkorde spielen.
Wie?
Wohl einfach mit mehreren Bläsern zugleich.

Aber erstmal werde ich weiter an meinen Melodien üben…

Krankes Spiel

30. August 2007

Auch wenn man krank ist, kann man üben.

Ich bin nämlich gerade krank, möchte meine Übungen aber nur ungern ausfallen lassen.
Also habe ich mir überlegt einfach “trocken” zu üben.

Das Saxophon montiere ich wie gewohnt, auch komplett mit Blättchen etc. nur blase ich nicht so laut rein, dass ein Ton rauskommt, sondern puste nur leicht.

Dabei läuft aber der ganze Rest normal ab.
Ich zähle, lese Noten und drücke die Tasten.

So kann ich trotzdem das Stück üben, ohne mich zu sehr anzustrengen oder die Nachbarn zu nerven :-)

Dur und Moll

22. August 2007

Okay, “South View” ist wirklich noch nicht gut, aber anscheinend so ausreichend, dass es voran geht. Ich soll mich dem “Minor Problem” annehmen.
Was das übersetzt heißt, fragt Bernd.
“Kleines Problem”, sage ich.
“Nicht ganz falsch, aber falsch”, sagt Bernd, “es ist das Moll Problem.”.
“Moll Problem?”, frage ich.

Und da merke ich, es tut sich mir wieder eine große Wissenslücke auf.

Man unterscheidet jedes Musikstück, ob es in Dur oder in Moll geschrieben wurde.

Das sind Tonleitern.
Bernd hat mir einen Dur- und einen Mollakkord auf dem Klavier vorgespielt.
Viel anfangen konntei ch damit leider noch nicht.
Klingt schon irgendwie anders, höher, tiefer….was weiß ich.

Die Definition von Dur ist:
männlich, aktiv

Die Definition von Moll ist:
weiblich, passiv

Nagut, da werde ich mal dranbleiben, bis ich das hören kann.

James im Süden

20. August 2007

Üben, üben, üben…James bläst sich jetzt schon besser, doch der Blick nach Süden bricht nach gut 2/3 zusammen.
Die Griffe sind einfach zu seltsam.

Aber Übung macht den Meister und ich kriege das sicher auch noch irgendwie hin :-)
Da bin ich mal ganz zuversichtlich.

Heute habe ich mal wieder zu Hause geübt.
Das geht ganz gut, wenn man nicht wirklich kraftvoll ins Horn bläst sondern nur ein wenig pustet.
So kann ich zwar nicht an meiner Intonation arbeiten, aber dafür bekomme ich die Griffe drauf.
Und das ist ja schon die halbe Miete.

Zum Krach machen gehe ich dann lieber wieder in die Sessionbox.

South View

14. August 2007

Bernd wollte natürlich gleich mal hören was ich so geübt habe, doch konnte ich ihn mit “James” nicht wirklich begeistern.

Was ein Wunder – ich spiele falsche Noten und bin mal gerade so im Takt :-/
Üben, üben, üben…

Man grooved sich ein

14. August 2007

Groove, groove, groove, groove! Als hätte ich nicht schon genug Probleme mal halbswegs geradeheraus zu spielen…nun muss es auch noch Groove sein.
Damit bin ich heillos überfordert.
Ich verspiele mich bei meinen beiden Stücken ja immernoch :-(
Daher habe ich beschlossen mich erstmal wieder mit Synkopen zu beschäftigen – das geht schon erstaunlich leichter als zuvor.

Ich kann mit Synkopen zwar immernoch nicht so richtig gut umgehen, aber zumindest kann ich die Stücke zu Ende spielen, und das ist ja schon viel wert.

Heute habe ich wirklich eine halbe Stunde gebraucht um so richtig in Fahrt zu kommen.
Vorher nur schiefe Töne und es hat einfach nichts funktioniert.
Dafür war die letzte halbe Stunde dann wieder umso produktiver.

Manchmal sind diese Übungsstunden doch seltsam…naja, mal sehen was Bernd morgen so zu sagen hat.

Beim Saufen

8. August 2007

Abends in der Kneipe treffe ich noch eine Französin, die kann Querflöte und Klavier spielen.
Und als sie erfährt, dass ich Saxophon spiele möchte sie prompt mit mir was jammen….ohje.

Ich konnte sie dann zum Glück davon überzeugen, dass dies keine gute Idee wäre, weil ich erst seit ein paar Monate spiele.

Aber alleine die Möglichkeit zu haben, mit jemandem zu spielen finde ich toll!
Wenn ich erstmal soweit bin, dss ich genug Groove in meine Stücke bringe, dann komme ich sicher drauf zurück.

Den Groove bringen

8. August 2007

Das Stück “251″ kann ich jetzt flüssig spielen, aber Bernd fehlt es noch an Groove.
Nunja, ich lerne ja auch erst noch Saxophonspielen, aber wie bringt man denn Groove in ein Stück?

Schließlich steht doch alles da.
Die Geschwindigkeit, die Lautstärke, der Takt und dann die Noten die man spielen soll.

Ich sollte ja nun nicht lauter spielen als dort steht, und die noten sollt eich eigentlich auch nur so lange spielen wie sie dastehen.

Bernd konnte das zuerst auch schwer erklänre, “es ist eben das Gefühl im Song”, sagt er.
Hmmm…Gefühl, also quasi so, wie beim Gedichtvortrag.

Ich kann ein Gedicht vorlesen, oder es betonend vortragen.
Da hat der Vortrag mehr Groove als das platte Vorlesen.

Aber wie betone ich beim Saxophonspielen?
Ich spiele die Note, möglichst präzise, und in der angegebenen Lautstärke für die angegebene Dauer – wo kann ich da grooven?
Beim Gedichtelesen habe ich Betonung und kann kleine Pausen machen um Stellen vervorzuheben oder schneller lesen um unwichtiges zu übergehen.

Aber genau diese Mittel sind beim Musizieren durch die Noten ja ausgeschlossen.
Ich muss also etwas anderes finden, mit dem ich mit ausdrücken kann…und das ist meine Aufgabe! :-D

Herausforderung Synkopen

6. August 2007

Wahrlich nicht einfach zu beherrschen sind diese Synkopen.

Ich übe mich weiter am Stück “251″ und dem Darauffolgenden – bisher noch mit bescheidenen Zählerfolgen. Das Spielen klappt, ich lerne langsam Noten lesen.
Wenn ich eine Note sehe, kann ich binnen weniger Sekunden sagen, um welchen wert es sich handelt.
So richtig flüssig wie normales Buchstabenlesen ist es zwar noch nicht aber es wird doch stetig besser und besser.

Am flüssigsten spiele ich Stücke zwar immernoch, wenn ich die Noten dazu auswendig gelernt habe, aber ich denke das geht fast jedem Musiker so.

Beim Zählen hilft mir ein Metronom ungemein, welches den ersten Schlag betont.
Mein Metronom macht TACK-Tack-Tack-Tack im 4/4-Takt.
Das ist bei Synkopen wirklich hilfreich, denn so weiß man besser, ob man noch halbwegs im Takt ist.

Gerade bei Synkopen weiß man ja nie, ob man nur passend zum Schlag spielt oder wirklich noch im Takt ist.