Saxophonspielen
5. April 2007
Ich möchte Saxophonspielen.
Warum ich das möchte, kann ich gar nicht so genau sagen.
Es ist mehr ein GefĂŒhl als Wissen.
So eine Ahnung.
Bis dato spiele ich keine Instrumente.
Ich höre zwar gerne Musik und kann auch tanzen; aber mit Noten, Takten und dem ganzen Zeug hatte ich bisher nichts am Hut.
Eigentlich bin ich froh, wenn ich auf Konzerten und Festivals im Takt klatschen kann.
Das Instrument Saxophon verkörpert fĂŒr mich so etwas leicht beschwingtes und doch freigeistig flexibles, dass es scheinbar zu jeder Stimmung passt.
Man kann damit die Fetzen fliegen lassen wie John Coltrane oder ganz seichte Nummern spielen wie es Ben Webster tat.
Man kann es rauh wie die See spielen oder klar wie eine Trompete (Earnie Watts).
BlĂ€ser im Allgmeinen hörte ich schon immer gern, doch wenn ich so zurĂŒckdenke und meine Plattensammlung durchschaue, entdecke ich dort fast nur BlechblĂ€ser (das Saxophon ist ja bekanntermaĂen ein Holzblasinstrument).
Da sind Scheiben von Miles Davis (selbstverstĂ€ndlich!), Louis Armstrong (natĂŒrlich!), Chet Baker, Quincy Jones und Dizzy Gillespie.
Charlie Parker und Art Pepper (beides Saxophonisten) sind zwar auch keine Fremdwörter fĂŒr mich, trotzdem liegt die Trompete im Bekanntheitsgrad bei mir vorn.
Warum nun bloĂ Saxophon?
Ich habe die von mir eben so favorisierte Trompete mal bei einem guten Freund ausprobiert.
Zu anstrengend.
Ich möchte Musik machen um mich zu entspannen.
Bei der Trompete brummen einem ja irgendwann die Lippen!
Ebenso habe ich bei einer Freundin mal das Saxophon Probegeblasen.
Man blÀst einfach nur rein: und schon kommt ein schöner Ton raus.
Aber das kann ja irgendwie auch nicht aller Grund fĂŒr die Entscheidung sein – es bleibt eben noch mein unergrĂŒndliches BauchgefĂŒhl.
Als ich dann im MĂ€rz diesen Jahres auf einer Party eine Saxophonistin kennen lernte, kam die Idee wieder hoch.
Ich habe mir dann erstmal ein paar Saxophonisten angehört und mich ĂŒber das Instrument informiert.
Durch Zufall stieĂ ich dann im Internet auf einen Lehrer und ich frug ihn nach einem Probleblasen.
Bis zu dem Zeitpunkt hatte ich mich schon zwischen Alto, Tenor und Bariton fĂŒr das Tenor entschlossen.
Das Alt klang mir zu hoch, das Bariton zwar schön tief aber da fehlte mir die FlexibilitÀt in den hohen Tönen und so blieb nur noch das Tenor.
Beim Lehrer habe ich dann mal Probeweise in sein Selmer geblasen und die Note ‘b’ gespielt und ihm alle meine Fragen gestellt.
Leider konnte ich mit dem Probeblasen weder Abneigung noch grenzenlose Begeisterung aus mir hervorlocken, weswegen ich erstmal mit einem Mietinstrument dabei bin.
Es handelt sich dabei um ein Jupiter Tenorsaxophon mit Standard S-Bogen, KunststoffmundstĂŒck und BlĂ€ttchen der StĂ€rke 2 (fĂŒr die, die es interessiert).


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